Panamericana

Von Barliloche geht es wieder über die Grenze nach Chile. Der Vulkan Lanin sticht mit seinen 3747 m und dem Gletscher aus der Landschaft hervor. Dagegen ist der Villarrica in Chile mit 2840 m eher bescheiden.

Auf dem Weg nach Santiago steht man auf einem Stellplatz mit Wasserfall sehr angenehm. Kurz vor Santiago ist ein Stellplatz am Pool mitten unter Palmen. In Santiago selbst findet man keinen Stellplatz. Also muss ich mit einem Hotel vorlieb nehmen. Das Rauschen des Wassers übertönt alle lästigen Geräusche.

Santiago ist eine fahrradfreundliche Stadt. Also erobere ich die Stadt mit meinem Fahrrad. Am Präsidentenpalast (La Moneda) , an dem vor einigen Jahren noch die Einschusslöcher des Militärputsches 1973 zu sehen waren, steht ein Denkmal für den sozialistischen Präsidenten Allende. Die USA hat sich massiv mit Geheimdienstoperationen in Chile eingemischt, mit dem Ziel, die linke Regierung in Chile zu destabilisieren und die Voraussetzungen für den Militärputsch am 11. September 1973 zu schaffen. Das gleiche läuft gegenwärtig wieder in Venezuela ab. Wenn es dort noch zu keinem Putsch kam, dann weil das Militär in Venezuela, anders als unter Pinochet in Chile, noch auf der Seite des vom Volk gewählten Präsidenten steht. Pinochet und seine Militärdiktatur ermordete und folterte tausende Chilenen, vor allem Linke. Die USA haben sich an diesen zahllosen Menschrechtsverletzungen mitschuldig gemacht. Chile fand erst nach fast 30 Jahren zur Demokratie zurück. Das sollte man*frau nicht vergessen, die meinen, Chile sei unter Pinochet marktwirtschaftlich geöffnet und entwickelt worden.

Buntes Treiben in der Stadt, wie hier auf dem zentralen Plaza de Armas mit Musik oder Schachspiel. Oder im Park mit Fahrrad über Kopf. Zum Schach bin ich leider zu spät gekommen.

 

 

 

 

 

Mit der Gondel- oder der Seilbahn kann man hoch hinaus und die Aussicht auf die Stadt genießen, soweit es der Dunst zulässt. Der Berg ist heilig und somit wird auf einem Schild auch eine angemessene Kleidung gefordert. Der Papst war auch schon mal da.

 

 

Unter der Überschrift „Wir begrüßen jede der Frauen, die ein besseres Land aufbauen“ setzen sich Studenten an der Universität in Santiago zum Frauentag für Gleichstellungsfragen ein, und für eine volle Beteiligung von Frauen in der Gesellschaft. Sie sehen den  8. März als Gedenktag, um daran zu erinnern, dass bei der Gleichstellung noch viel zu tun ist. Sicherlich noch viel mehr, als in entwickelten Industrienationen. Die Frauen in Berlin haben es da leichter. Seit diesem Jahr ist der 8. März in der Hauptstadt ein Feiertag, lt. Beschluss der Berliner Regierungskoalition aus SPD, Grüne und Linkspartei.

 

In Vina del Mar erreiche ich wieder das Meer, diesmal den Pazifik. An der Westküste Südamerikas ist auch wieder der Sonnenuntergang zu bewundern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen Tongoy und Caldera liegt das La-Silla-Observatorium der ESO (Euopäische Südsternwarte), 2400 m hoch auf dem gleichnamigen Berg, neben dem Observatorium auf dem Cerro  Paranal. Die schon in Jahre gekommenen Teleskope sind immer noch hochproduktiv im Entdecken von neuen Sternbildern. Man soll sich zur Besichtigung lage vorher anmelden. Ich habe Glück und kann mich ungeplant einer Gruppe mit 4 Fahrzeugen (dav. 3 Schweizer) anschließen. Von Null auf nix geht es auf eine Höhe von 2.400 m. Dort hat man einen faszinierenden Panoramablick auf die Berge der Atacama Wüste. Bei gutem Wetter bis zu 190 km. Die geringe Luft- und Lichtverschmutzung zeichnet den Standort aus. Im Observatorium arbeiten viele Nationen. Rassistisches Denken und Fremdenhass ist verpönt, wie einer Skizze an der Pinwand zu entnehmen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinter Chanaral im Nationalpark Pan de Azucar liegt ein Camping, das außerhalb der Ferienzeit Platz inmitten der Natur bietet, direkt am Strand.

 

 

 

 

 

 

 

In TalTal handle ich an der Rezeption der Hostelleria einen günstigen Preis für die Toilettennutzung aus. Ein Standplatz auf dem Parkplatz nebenan mit Blick auf das Meer. Eine Unmenge von Möwen und sogar eine Robbe kann ich beim Frühstück vom Auto aus beobachten. Und ich habe Internet, um in Ruhe den Block zu vervollständigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kategorien: Amerika, Reiseberichte | Hinterlasse einen Kommentar

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